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Z-Score Daytrading-Strategie

Die Z-Score-Strategie basiert auf dem Prinzip der Mean Reversion. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sich ein Kurs nach einer deutlichen Abweichung vom Durchschnitt wieder in Richtung seines Mittelwerts bewegen kann. Zentraler Bestandteil ist der Z-Score, der die Abweichung des aktuellen Kurses vom durchschnittlichen Kursniveau misst. Die Strategie wurde auch in einem Fachartikel des Traders Magazine vorgestellt.

Einsatzmöglichkeiten bestehen in allen Märkten und für alle Instrumente. Die Strategie ist für Daytrading ausgelegt und wird auf einem 15-Minuten-Chart eingesetzt.

Vorteile der Z-Score-Strategie:

⦁    Klare Regeln für Kauf- und Leerverkaufssignale
⦁    Kombination aus Z-Score und langfristigem gleitenden Durchschnitt
⦁    Mehrere Möglichkeiten für den Positionsausstieg
⦁    Kombination von Gewinnziel, Stop-Loss und Zeitstopp möglich
⦁    Umsetzung in NanoTrader Full inklusive halbautomatischer und automatischer Orderausführung


Warum der Z-Score wichtig ist

Der Z-Score zeigt, wie stark der aktuelle Kurs vom durchschnittlichen Kurs der vergangenen 20 Tage abweicht. Der Indikator funktioniert als Oszillator und bewegt sich um den Wert 0.

Werte oberhalb von +2,0 kennzeichnen in der Strategie eine Euphoriezone. Werte unterhalb von -2,0 stehen für eine Panikzone. Entscheidend für ein Handelssignal ist allerdings nicht allein das Erreichen dieser Bereiche. Relevant wird die anschließende Rückkehr des Z-Scores über beziehungsweise unter die jeweilige Grenze.

Im Chart werden zusätzlich zwei gleitende Durchschnitte verwendet. Der 20-Tage-Durchschnitt dient später als mögliches Gewinnziel. Der 100-Tage-Durchschnitt bestimmt die für das Handelssignal relevante Trendrichtung.

Trading-Signale auf Basis des Z-Scores

Kaufsignal

Für ein Kaufsignal müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

1. Der gleitende 100-Tage-Durchschnitt steigt.
2. Der Z-Score fällt zunächst unter -2,0 und steigt anschließend wieder über diese Marke.

Damit entsteht das Kaufsignal erst nach der Bewegung in die Panikzone und der anschließenden Rückkehr über den Schwellenwert.

Leerverkaufssignal

Auch das Leerverkaufssignal verbindet den Z-Score mit der Richtung des 100-Tage-Durchschnitts:

1. Der gleitende 100-Tage-Durchschnitt fällt.
2. Der Z-Score steigt zunächst über +2,0 und fällt anschließend wieder unter diese Marke.

Das Signal entsteht somit nach einem Anstieg in die Euphoriezone und der darauffolgenden Rückkehr unter +2,0.

Positionsschutz und Risikomanagement

Für die Verwaltung offener Positionen verwendet die Strategie den ZScore_MeanReversion_Exit. Die Exit-Logik kombiniert drei unterschiedliche Elemente: Gewinnziel, Stop-Loss und Zeitstopp. NanoTrader kann Gewinnziel- und Stop-Loss-Orders automatisch platzieren. Anschließend bleiben Anpassung oder Stornierung der Orders möglich.

Gewinnziel:

Das Gewinnziel folgt dem Mean-Reversion-Prinzip. Sobald der Kurs den gleitenden 20-Tage-Durchschnitt erreicht, wird die Position geschlossen. Der Durchschnitt bildet damit das Ziel für die erwartete Rückkehr des Kurses zum Mittelwert.

Stop-Loss:

Für den Stop-Loss stehen zwei Varianten zur Verfügung. Eine Möglichkeit basiert auf dem ATR, der die Volatilität des Kurses misst. Alternativ kann das Tief beziehungsweise Hoch der Kerze verwendet werden, in der die Position eröffnet wurde. Als Standardeinstellung kommt der ATR zum Einsatz.

Zeitstopp:

Bleibt das Gewinnziel über einen längeren Zeitraum unerreicht, kann ein Zeitstopp die Position zum aktuellen Marktpreis schließen. Vorgesehen sind 20 Kerzen. Bei einem 15-Minuten-Chart entspricht das fünf Stunden. Dadurch werden Positionen beendet, bei denen die erwartete Kursbewegung zum Mittelwert innerhalb dieses Zeitraums ausbleibt.

Stop-Loss, Gewinnziel und Zeitstopp lassen sich innerhalb der Strategie miteinander kombinieren.

Z-Score-Tradingbeispiele

Ein Beispiel zeigt ein Kaufsignal nach einem Rückgang des Z-Scores unter -2,0. Anschließend steigt der Indikator wieder über die Grenze der Panikzone. Gleichzeitig weist der 100-Tage-Durchschnitt nach oben. NanoTrader platziert die Stop-Loss-Order. Der Kurs bewegt sich danach zurück zum Durchschnitt, woraufhin die Position mit Gewinn geschlossen wird.

Ein weiteres Beispiel zeigt ein Leerverkaufssignal. Der Z-Score steigt zunächst über +2,0 in die Euphoriezone und fällt anschließend wieder unter den Schwellenwert. Gleichzeitig verläuft der 100-Tage-Trend abwärts. In diesem Beispiel wurde kein Ausstieg über ein Kursziel gewählt. Nach 20 Kerzen beziehungsweise fünf Stunden beendet der Zeitstopp die Position.

So wird die Strategie umgesetzt

Die Z-Score-Strategie steht in NanoTrader Full zur Verfügung. Für die Einrichtung sind folgende Schritte vorgesehen:

1. Chart des gewünschten Instruments öffnen.
2. Im Ordner „WHS Strategies“ die Strategie „WHS Z-Score Mean Reversion“ auswählen.
3. Für halbautomatisches Trading „TradeGuard+AutoOrder“ aktivieren oder für die automatische Ausführung „AutoOrder“ verwenden.

Fazit

Die Z-Score-Daytrading-Strategie verbindet das Mean-Reversion-Konzept mit klar definierten Schwellenwerten und einem Trendfilter. Extreme Abweichungen vom Durchschnitt werden über Werte oberhalb von +2,0 beziehungsweise unterhalb von -2,0 identifiziert. Erst die Rückkehr aus diesen Bereichen liefert zusammen mit der Richtung des 100-Tage-Durchschnitts das eigentliche Handelssignal.

Für den Positionsausstieg stehen Gewinnziel, Stop-Loss und Zeitstopp zur Verfügung. Der gleitende 20-Tage-Durchschnitt kann als Ziel für die Rückkehr zum Mittelwert dienen, während Stop-Loss und Zeitstopp zusätzliche Möglichkeiten zur Begrenzung einer offenen Position bieten. Die vollständige Strategie lässt sich in NanoTrader Full halbautomatisch oder automatisch einsetzen.



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